Training auch für Politiker-Hunde

Wiltrud Remstedt unterrichtet die Vierbeiner der Familien Schröder und von der Leyen

Verhaltensgestörte Hunde sind eine gern genutzte Herausforderung für Hundetrainerin Wiltrud Remstedt. Sie arbeitet inzwischen auch mit Vierbeinern der Polit-Prominenz.

Oerie. Eines stellt die 51-Jährige von vornherein klar: „Ich bin für alle Hundehalter da, die Probleme mit ihrem Tier haben – und nicht nur für Prominente.“ Dennoch schwingt ein bisschen Stolz in ihrer Stimme mit, als sie vom Border-Terrier Holly der Familie Schröder-Köpf berichtet. Die Familie des Altbundeskanzlers Gerhard Schröder hatte den Rat der in Hannover geborenen Hundetrainerin gesucht, als Holly auf andere Hündinnen losging.

An die erste Begegnung mit dem Alt-Bundeskanzler erinnert sich Wiltrud Remstedt noch lebhaft. „Eine gepanzerte Limousine fuhr auf den Hof, mehrere Leibwächter stiegen aus und Gerhard Schröder im Tweedmantel begleitete seine Frau Doris zum Hundetraining.“ Zunächst sei sie wie versteinert gewesen, sagt sie lachend. Doch das hielt nicht lange an. Schnell nahm die 51-Jährige den prominenten Hundehalter in die Pflicht, was dessen Frau Doris sehr begrüßte. Neben Holly zählt auch der Labrador Milou der Familie von der Leyen zu Remstedts Schützlingen. Die Hündin der Bundessozialministerin attackierte andere Tiere „Das ist der normale Jagdtrieb des Hundes, der jedoch kontrolliert werden muss.“

Das Angebot der Oerier Hundeschule mit den Schwerpunkten Angst und Aggression sowie Beweglichkeitssport beschert Remstedt sogar Kundschaft aus Bielefeld, Magdeburg und München. Die Sieben-Tage-Woche ist für sie mittlerweile normal. Und was wünscht sich die Unternehmerin für die Zukunft? „Gesund bleiben und weiter arbeiten.“

(Corinna Korthals, Hannoversche Neue Presse)